Geschichte

Die BRÜCKE-KÖPRÜ wurde 1993 als kirchliche Einrichtung eröffnet, die das Glaubensgespräch mit Muslimen sucht. Impulsgeber und Träger in diesen ersten Jahren waren das Finnische Evangelisch-Lutherische Missionswerk in Helsinki, das Missionswerk Neuendettelsau der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Johannis in Nürnberg. Die erste BRÜCKE-KÖPRÜ wurde als „Begegnungsstube“ im Januar 1993 vom damaligen Nürnberger Dekan Dr. Johannes Friedrich eingeweiht.

In den Jahren bis 2004 arbeiteten teils gemeinsam, teils nacheinander insgesamt vier finnische Pfarrer- und Missionarsehepaare in der BRÜCKE, Esko und Merja Kähkönen, Stefan und Päivi Weckström (geb. Peltoniemi), Ilkka und Ulla Mäkinen und Jukka und Tiina Reinikainen, unterstützt durch die deutsche Mitarbeiterin Elsbeth Niebler.

Seit 2001 wurde die Arbeit durch den bayerischen Pfarrer Hans-Martin Gloël und 2002 durch die bayerische Diakonin Doris Zenns unterstützt. Ab September 2004 übernahmen beide vollständig die Verantwortung „von den Finnen“. Seit 2016 koordiniert der Pfarrer und Islamwissenschaftler Dr. Thomas Amberg als Theologischer Leiter die interreligiöse Bildungsarbeit von BRÜCKE-KÖPRÜ. Religionspädagogin Doris Dollinger (bis 2023) und Sozialpädagogin Gülsan Cicek (bis 2025) unterstützen diese Arbeit im BRÜCKE-Team. Seit 2025 ist Sultan Durak als muslimische BRÜCKEN-Bauerin dabei.

Nach vielen Jahren an verschiedenen Standorten im Stadtteil Gostenhof hat die Einrichtung seit 2025 ein Büro im Haus eckstein, zentral in der Burgstraße 1-3 und einen eigenen Seminarraum unter dem Dach der Christuskirche in Nürnberg-Steinbühl.

Auch in der Ausrichtung unserer Arbeit hat sich seither vieles hin zur dialogischen Begegnung zwischen Christen und Muslimen entwickelt. Interreligiöser Dialog bewegt sich heute im Kontext der vielen in Nürnberg beheimateten Religionen und Kulturen. 

Seit 2008 ist das Dekanat Nürnberg vor Ort Träger der BRÜCKE-KÖPRÜ. Die Arbeit steht in enger Rückbindung und im direkten Austausch mit dem Ökumenereferat der ELKB. Sie gestaltet sich in Vernetzung und Kooperatin mit zahlreichen Partnern vor Ort, wie Moscheegemeinden, dem Rat der Religionen, der Stadt Nürnberg, Playern und Einrichtungen der Zivilgesellschaft.